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Stadterneuerung in Zürich-West › CityPicture

Stadterneuerung in Zürich-West

Von Caspar Lundsgaard-Hansen (zuerst veröffentlicht auf Puschkinallee)

Zürich ist ein Magnet. Ein Magnet sowohl für Schweizer als auch für Zuzügler aus dem Ausland. Man gewinnt den Eindruck, dass die Stadt und ihr Umland in rasantem Tempo wachsen: Überall Baustellen und Kräne, neue Gebäude, teure Autos. Wohnungen in der Stadt sind für Normalverdienende kaum noch bezahlbar. Diese Veränderungen bieten den Nährboden für eine sehr dynamische Stadtentwicklung. Ein Gebiet, welches in diesem Prozess besonders im Fokus steht, befindet sich westlich der Innenstadt.

Zürich-West war 200 Jahre lang der ungeliebte Hinterhof von Zürich: Siechenhaus, brandgefährliche Betriebe, emissionsintensive Industrie, Zentralfriedhof, Kehrichtverbrennung, Arme, Kleinkriminelle… Heute ist es das reurbanisierte Zürich 5 – und die Veränderungen sind immens.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor einigen Jahren regelmässig von Bern oder anderswo nach Zürich ins Nachtleben fuhr. Meistens war unsere Destination das industrielle Zürich-West, eben der “Chräis Föif”. Wir gingen in Clubs wie das Rohstofflager, die Toni Molkerei oder vor allem auch die Dachkantine bis zum Morgengrauen und darüber hinaus raven. Es war eine herrliche Phase der Stadtentwicklung dieses Gebiets. Bevor diese Clubs dort entstanden, muss es ziemlich streng gewesen sein ‘jenseits des Letten’. Damals war ich jedoch noch zu jung, was heute kaum mehr vorstellbar ist..

Jedenfalls nahm spätestens mit diesen Clubs der klassische, ich hätte fast geschrieben ‘organische’ Weg der Stadtteiltransformation ihren Anfang: Industrielle Brachen und Leerstände lockten Clubbetreiber und andere ‘kreative Professionals’ an, woraus mit der Zeit ein Imagewandel des Gebiets resultierte. Dieses neue Bild des Stadtteils evozierte die Stadt Zürich und andere ‘Players’ natürlich wiederum zu Investitionen in den ehemals vernachlässigten Kreis 5.

Das zurzeit auffälligste Beispiel in diesem Stadterneuerungsprozess betrifft das Maag-Areal mit dem Hochhaus, welches unseeligerweise den peinlichen Namen Swiss Prime Tower erhielt. Die folgenden vier Fotos zeigen das zurzeit noch höchste und vermutlich streitbarste Gebäude des kleinen Landes (Architektur: Gigon & Guyer) aus leicht verschiedenen Perspektiven:

Schön ist der oben ersichtliche Kontrast zwischen den in Zürich-West gegenwärtig koexistierenden ‘Welten’: einerseits die lokalen Kreativen am Beispiel der Modefirma Freitag und ihrem vertikalen Geschäft aus Containern, andererseits die grossen Players im Glasturm der kapitalistischen Globalisierung.
Zürich-West ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Maag-Areal. Im Stadtteil wachsen in den nächsten Jahren noch zahlreiche weitere Hochhäuser gen Himmel, so zum Beispiel auch der unten ersichtliche und ein Hotel sowie Wohnungen enthaltende Mobimo-Tower von Diener & Diener.

Heute existiert – man erahnt es – keiner der drei oben erwähnten Clubs mehr. So bedauerlich dies auch ist (Dachkantine forever!), macht Zürich-West doch nicht den Eindruck, als würde es zu einem glänzenden aber langweiligen Stadtteil degenerieren. Nach wie vor gibt es nicht nur Neuentwicklungen im Stile der beiden oben vorgestellten Projekte, sondern ebenfalls viel Kleines, Charmantes, Szeniges. Und Altes wird parallel stilvoll und langsam zu Neuem…

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Caspar studies Urban Geography in Berlin and is currently working at a small business specializing in urbanism as well as place management and branding. He cares about cities because he can not imagine ‘Club der Visionäre’ in a non-urban context. Hence cities seem to provide some kind of true magic. They make certain things possible. Nevertheless he also has a soft spot for nature and its undeniable amenities; Caspar was born and raised on the Swiss countryside. Cities or nature: space matters – specifically. His own blog can be found  at http://puschkinallee.blogspot.com/

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